April 2026 – Mai 2026 · Italien
MTB-Toskana: Trails, Thermen und Windsurfen in der Maremma

Entwurf – der Text wird noch aus den Videos und Instagram ergänzt
Zweieinhalb Wochen Maremma mit den E-Mountainbikes: Flow-Trails in Massa Marittima, Maremma-Hardcore in Castiglione, die Strada Panoramica am Monte Argentario, Sonnenaufgang in den Thermen von Saturnia und erste Versuche auf dem Surfbrett.
Im Frühling 2026 geht es mit den E-Mountainbikes in die Maremma, den wilden Südwesten der Toskana. Unser Plan: Trailparks abklappern, ans Meer und zwischendurch so viel Aperol wie nötig.
Stop 1: Trail Park Massa Marittima
Erster Stopp ist der Trail Park Massa Marittima: flowige Trails auf festem Waldboden, perfekt zum Einstieg und um Vertrauen zu gewinnen. Ein paar blaue Flecken sind garantiert (bei uns: „nur“ ein Sturz). Der Ort selbst ist charmant, klein und historisch.
Tipps:
- Den besten Aperol zum Cool-down gibt es in der Bar/Pizzeria „I tre archi“.
- Übernachten: der Bike Camper Park etwas unterhalb von Massa Marittima. Klein, sauber, sehr sympathisch und mit allem, was es braucht: Bike-Wash und Reparaturstation, warme Duschen, ein Relax-Bereich im Grünen und eine kostenlose Waschmaschine. In der Nebensaison gibt es gratis Late-Check-out.
- Kleines Manko: Nebenan verläuft die Hauptstraße. Wer aber den ganzen Tag die Trails runterheizt, hört sie nachts nicht mehr.
Stop 2: Punta Ala und die Cala Violina
Punta Ala ist ein erstklassiger, aber etwas unübersichtlicher MTB-Spot: Trails durch dichte Macchia, steile Anstiege und Meerblick. Der Untergrund ist oft felsig, und die Wege sind leider nicht immer gut instand gehalten. Für die meist sehr steilen Anstiege über Feuerschneisen ist ein E-Bike zu empfehlen.
Eine einfache, aber wunderschöne Alternative ist der Küstenweg Nr. 1 zur Cala Violina, der Klassiker der Region. Die Bucht gilt als die schönste der Gegend und ist berühmt für ihren hellen Quarzsand. Ideal zum Aufwärmen oder, wie bei uns nach den „anstrengenden“ Tagen, zur Erholung.
Stop 3: Castiglione Trail Park – Maremma-Hardcore
Nicht weit entfernt liegt der Castiglione Trail Park. Ganz ehrlich: Wenn du noch überlegst, ob dein Hardtail reicht, oder Angst vor Steinfeldern hast, bleib besser am Strand. Das hier ist Maremma-Hardcore.
Unser Plan: Zavardaland und Termine 24. Zavardaland ist der „Flow“-Teil, was hier heißt: schneller, technischer Singletrack, der volle Konzentration fordert. Wer pennt, liegt im Gebüsch. Termine 24 ist schwarz, ruppig, „incazzato“: technische Rock Gardens und schnelle, zerfurchte Abschnitte. Kein Lift, kein Pardon, nur du, dein Bike und der Staub der Toskana. Definitiv nichts für Anfänger. Wie sagt man so schön: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt.
Stop 4: Rund um den Monte Argentario
Ganz im Süden der Toskana fahren wir einmal rund um den Monte Argentario, Start auf der legendären Strada Panoramica. Das Blau des Meeres ist so intensiv, dass man fast vergisst zu treten. Dann ein Abstecher weg von der Küste, hinein in die steilen Hänge bis hinauf zum Monte Telegrafo, über teils sehr steile Rampen. Zum Glück haben wir die E-Bikes dabei. Die Aussicht über den Archipel ist die Belohnung für jeden Höhenmeter.
Trail-Check: Bergab wird es wild, mit rauen mediterranen Trails, viel losem Kalkstein, staubigen Rinnen und technischem Gelände. Ein Paradies für alle, die es ruppig mögen. Für alle anderen geht es über Forst- und Militärstraßen auch einfacher zurück ans Meer.
Sonnenaufgang in den Thermen von Saturnia
Es gibt Momente auf einem Roadtrip, die vergisst man nie wieder. Einer davon: der Morgen in Saturnia. Wir stehen nachts auf dem Stellplatz Alveare del Pinzi mit wunderschöner Aussicht und gehen noch vor dem ersten Kaffee los, um die Cascate del Mulino fast für uns allein zu haben. Der Schwefelgeruch ist gewöhnungsbedürftig, aber im 37 Grad warmen Wasser, während der Dampf in der kühlen Morgenluft aufsteigt, ist alles vergessen. Purer Luxus, und das kostenlos. La Dolce Vita!
Tipp: Nicht die liebsten Badesachen anziehen, der Schwefelgeruch ist sehr hartnäckig.
Talamone: vom Winde verweht
Eigentlich war es ein Zufallsfund, jetzt war ich schon zum dritten Mal hier: ein einfacher Parkplatz an einem wild belassenen Strand bei Talamone, und sofort das Gefühl „Hier will ich bleiben!“. Morgens ist es herrlich ruhig mit spiegelglattem Wasser. Sobald der Wind kommt, wird die Bucht zum actionreichen Wassersportspot. Talamone ist einer der besten Spots Italiens für Windsportler. (Manni)
Für uns ist es der perfekte Ort zum Lernen: Das Wasser ist so flach, dass man fast überall stehen kann. Vom Winde verweht, aber auf dem Brett geblieben. Aller Anfang ist eben windig.
Me-Time zum Schluss
Am Meer lieben wir es, den Tag mit Kaffee direkt am Strand zu beginnen: das Wellenrauschen, das Aroma in der Nase und den endlosen Blick vor Augen. Dann mit dem zweiten Kaffee und Frühstück den Vormittag verbringen und die Zeit vergessen. Das ist Me-Time. Einfach mal genießen und die Welt warten lassen. Zwei Wetter, ein Gefühl.


















