Arktis-Abenteuer · Teil 1 von 6

Oktober 2025 – November 2025 · Italien, Deutschland, Dänemark, Schweden

Von Südtirol bis nach Schweden

Unser gelber Van auf einer Wiese im Herbst – Titelbild der ersten Folge

Entwurf – der Text wird noch aus den Videos und Instagram ergänzt

Der Start unserer Reise Richtung Norden – mit Feierabendverkehr am Brenner, einem eiskalten Morgen am Rothsee und der ersten Fahrt über die Øresundbrücke.

Endlich geht’s wieder los! Vorher haben wir den Van winterfest gemacht: Winterreifen drauf, Heizung getestet, noch etwas nachisoliert, Winterklamotten irgendwie verstaut und die Skier aufs Dach. Nach Feierabend starten wir in Südtirol, und das Ziel ist der Norden. Wohin genau? Wissen wir selbst noch nicht so richtig. Dieses Video ist unser erstes richtiges auf YouTube. Ob es jemand schaut, ist uns ehrlich gesagt egal: Wir drehen das vor allem für uns, für später, wenn wir mal alt sind. Wer trotzdem mitreisen mag: herzlich willkommen!

Feierabendverkehr und der erste volle Tank

Natürlich geraten wir gleich in den Feierabendverkehr und zuckeln mit 40 km/h dahin, am Brenner natürlich mit Stau. In Österreich wird günstig vollgetankt: 100 Euro, und das werden garantiert nicht die letzten gewesen sein. Weiter geht’s Richtung München.

Nach 429 Kilometern und 5,5 Stunden kommen wir um halb zehn abends am Rothsee in Franken an. Den Platz haben wir per Zufall gefunden. Abendessen gibt’s mit Brötchen, dann direkt ins Bett.

Morgenrunde am Rothsee

Freitag, der 31., halb acht, um die 0 Grad. Ruhige Nacht, nur zwei Autos sind gekommen. Während der Kaffee durchläuft, gibt’s den Tagesplan: Manni arbeitet einen halben Tag, Edith zieht los und schaut sich den See an.

Der Rothsee ist ein künstlich angelegter Stausee im Fränkischen Seenland. Rundherum führen ein perfekt angelegter Radweg (ca. 12 km) und ein Wanderweg (ca. 7 km). Den kleinen See soll man in einer Stunde umrunden können. Der See liegt spiegelglatt da, die Bäume haben ihre Herbstfarben, keine Menschenseele, nur Vogelgezwitscher. Teile des Ufers sind Naturschutzgebiet und dürfen nicht betreten werden. Vorbei geht’s am Fischhof bei Allersberg, an einem Entenstand und über die Sperre, die den kleinen vom großen See trennt.

Aus der einen Stunde werden übrigens zwei, und aus den geplanten Metern 5,5 Kilometer. Wieder mal die Zeit vergessen. Aber zurückgefunden und dann gab’s Frühstück.

Unser Fazit zum Platz: Der Parkplatz hat keinen direkten Seeblick, und leise hört man im Hintergrund die Autobahn. Trotzdem lädt er zum Bleiben ein. Er liegt fast ohne Umweg an der Autobahnausfahrt, der See lohnt aber auch einen größeren Abstecher. Hätten wir die Bikes dabei gehabt, wären wir wohl länger geblieben.

600 Kilometer und ein Feiertag

Nach der Mittagspause geht’s weiter Richtung Norden. Eigentlich wollten wir es bis an die Ostsee schaffen, das war dann aber doch zu weit. Am Abend „parken“ wir nach rund 600 Kilometern am Schleusenhafen von Neustadt-Glewe, wollen noch einkaufen, und alles hat zu. Feiertag. Denkt ja keiner dran. Kein Bier also, aber Glühwein hätten wir dabei. Dafür ist es noch zu warm.

Fähre, Brücke, Schweden

Am nächsten Morgen gibt’s endlich frische Brötchen. Die Fähre haben wir am Vortag nicht mehr geschafft, also geht’s heute aufs Schiff nach Dänemark und dann über die Øresundbrücke nach Malmö. Das Kombiticket aus Fähre und Brücke gilt nur für diesen Tag, Dänemark-Sightseeing fällt also aus.

Getankt wird für 1233 Kronen (wie viel das in Euro ist, finden wir noch raus). Nach 563 Kilometern an diesem Tag erreichen wir spät abends unseren Übernachtungsplatz in Südschweden, nicht weit von der E4. Die Platzsuche im Dunkeln macht mit den neuen LED-Scheinwerfern richtig Spaß. So sehen wir den Elch hoffentlich früh genug. Ein freundlicher Nachbar bestätigt, dass man hier stehen darf. Es gibt noch vorgekochtes Gulasch, und dann sind wir so müde, dass wir glatt vergessen, einen Abschluss zu filmen.

Unsere Tipps

  • Fähre und Øresundbrücke zusammen online über die App buchen. Das ist deutlich günstiger als vor Ort und getrennt. Öffnet sich die Schranke nicht, steht auf dem Ticket eine PIN dafür.
  • Kochen im Winter: Wir kochen zu Hause einiges vor, kochen es ein und nehmen es mit, zum Beispiel unseren scharfen Gulasch-Eintopf. Unterwegs muss er nur noch warm werden.

Nächstes Mal: viele Leckereien, ein Übernachtungsplatz am See, Sonne, Drohnenflug, Lagerfeuer – und der erste Glühwein.

Fotos von unterwegs

  • Spiegelglatter Rothsee im Herbstlicht
  • Füße hoch am Ufer des Rothsees
  • Unser gelber Transit am Übernachtungsplatz am Rothsee
  • Herbstlich gefärbte Bäume spiegeln sich im Rothsee
  • Fahrt über die Øresundbrücke nach Schweden
  • Der Van mit den neuen LED-Scheinwerfern bei Nacht
  • Selbst eingekochter Gulasch-Eintopf mit Brot

Das Video zu diesem Teil