Arktis-Abenteuer · Teil 3 von 6
November 2025 · Finnland
Am Polarkreis – Weihnachtsmanndorf und Rovaniemi

Entwurf – der Text wird noch aus den Videos und Instagram ergänzt
Regen statt Schnee, eine Elfe statt Weihnachtsmann, Lordis Handabdrücke in Rovaniemi und Linsencurry über dem Lagerfeuer.
In diesem Teil kommt die Sonne nicht so richtig hoch, aber wir überqueren den Polarkreis!
Bevor es weitergeht, zeigen wir noch schnell den Platz vom Vorabend: Feuerstelle, Sitzgelegenheit, alles da. Fürs Schwimmen ist es definitiv zu kalt. Vormittags wird gearbeitet, um 13 Uhr geht’s weiter Richtung Norden. Die Fahrerei bei dem Wetter ist ehrlich gesagt anstrengend. Aber je weiter nördlich wir kommen, desto größer ist die Chance auf Schnee und Polarlichter.
Im Weihnachtsmanndorf
Unser Übernachtungsplatz vorher liegt am Kaihuansuvanto, einem Abschnitt des Kemijoki, einem der größten und mächtigsten Flüsse Finnlands. Hier verlangsamt sich der Fluss und wird so breit, dass er wie ein See wirkt. Wer baden will, sollte die Strömung beachten. Braucht es da noch große Worte?
Nach insgesamt 3.230 Kilometern und 38 Stunden Fahrtzeit erreichen wir unser erstes geplantes Ziel. Ganz schön weit hier hoch! Am Abend kommen wir im Weihnachtsmanndorf bei Rovaniemi an, und es regnet. Zum Abendessen gibt es Burger, den Abwasch macht Edith. Das ganze Jahr über Weihnachten, hier wohnen? Fürchterlich. Wir schauen trotzdem, ob „Sam“ da ist. Den Weihnachtsmann finden wir nicht, dafür eine Elfe.
Zack, und schon sind wir in Weihnachtsstimmung. Der Weihnachtsmann ist bereits im Dauerstress, die Elfen lächeln aber alle noch. Die Tannenbäume funkeln, die Zipfelmützen wackeln, und die Geschenke sind schon verpackt. Nur der Schnee fehlt noch.
Am nächsten Tag ist alles überlaufen: Busladungen voller Touristen. Wie voll muss es hier erst um Weihnachten sein? Trotzdem: Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt hin, es lohnt sich.
Tipp: Parken und übernachten kann man kostenlos direkt im Dorf. Wer es gemütlicher mag, mietet für ein wenig Kleingeld eines der Ferien- oder Lebkuchenhäuser.
Rovaniemi
Also ab nach Rovaniemi. Vom Dorf sind es nur 5 Minuten bis zum Parkplatz, und die Stadt ist entspannt: Überall gibt es Parkplätze mit 2 bis 3 Stunden Parkzeit, teils kostenlos. Ein freundlicher Kontrolleur, der jedes Auto checkt, bestätigt uns, dass wir richtig stehen.
Um 14:30 Uhr finnischer Zeit steht die Sonne schon erstaunlich tief. In der Fußgängerzone wird der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Auf einem Platz finden wir die Handabdrücke der Rockband Lordi im Beton – die Band, die 2006 den ESC gewonnen hat. Wer sie nicht kennt: mal reinhören! Danach gibt’s Kaffee in einem schicken Café. Nur einen Kuchen? Da stimmt doch was nicht.
Feuer, Vollmond, Linsencurry
Für die Nacht suchen wir uns einen neuen Platz am Wasser, wieder mit Feuerstelle. Holz liegt diesmal keins da, aber wir haben eigenes dabei. Nachschub bekommt man hier übrigens an jeder Tankstelle und in jedem Baumarkt. Dazu Vollmond und wieder Glühwein (Bier gibt’s immer noch keins, selbst schuld).
Und weil das Feuer nicht umsonst brennen soll, kommt noch der Topf mit indischem Linsencurry drauf. Den haben wir zu Hause vorgekocht, heiß eingekocht und mitgenommen. Die Klamotten werden riechen. Traumhaft.
Nächstes Mal: viele Kilometer bis spät in die Nacht, endlich Polarlichter, eine Wanderung zu einem See, es wird richtig kalt – und wir besichtigen Kirkenes.








