
Entwurf – der Text wird noch aus den Videos und Instagram ergänzt
Athen rechts liegen gelassen, ab auf die Insel Euböa: riesige Felsen am Hiliadou Beach, eine Piste mit Lackkratzer-Garantie nach Limnionas, eine Suche nach der Robbenhöhle und ein einsamer Strand, an dem wir einfach blieben.
Athen lassen wir rechts liegen und entscheiden uns für die Insel Euböa, für noch mehr Abgeschiedenheit und Ruhe. Sie gilt als Geheimtipp Griechenlands und ist auf vielen Touristenkarten ein weißer Fleck.
Hiliadou Beach
Die Anfahrt von Kymi zum Hiliadou Beach ist atemberaubend schön. Schade nur, dass es zu windig zum Drohnenfliegen ist. Die letzten Kilometer führen, weil Google mal wieder eine Abkürzung kennt, über eine Piste: ohne 4x4 machbar, aber nichts für Vans über 6 Meter. Der Strand mit den riesigen Felsen ist wunderschön, heute aber zu stürmisch zum Schwimmen. Über Nacht stehen darf man an der Kaimauer entlang. Nicht perfekt, aber auch nicht schlecht.
Limnionas Beach
Vom Hiliadou Beach nehmen wir den direkten Weg über die sehr bergige Küstenstraße zum Limnionas Beach. Die letzten 10 km werden zur steilen Piste, befahrbar für Vans bis maximal 6 Meter. Achtung: tief hängende Äste, Lackkratzer sind vorprogrammiert. Auch hier gilt: Vertraue in Griechenland niemals blind Google Maps.
Die anstrengende Anfahrt lohnt sich aber: feiner schwarzbrauner Kieselstrand, türkises Meer, Abgeschiedenheit und eine wunderschöne Bergkulisse. Wer weniger abenteuerlustig ist, nimmt den Umweg über das Inland. Und Vorsicht beim Einparken, das kann auch mal schiefgehen. Zum Glück haben wir Sandbleche dabei.
Planänderung und die Suche nach der Robbenhöhle
Ein guter Roadtrip braucht keinen Plan, sondern gute Musik, einen vollen Tank und jemanden, mit dem man auch im Stau Spaß hat. Der direkte Weg zum nächsten Spot ist nur mit Allrad möglich, und unser Lieblingsspot auch. Wir haben zu wenig Zeit und keinen Allrad. Also beschließen wir, uns die Insel genauer anzuschauen, wenn wir mal einen haben, und tuckern etwas betrübt zurück aufs Festland.
Planlos fahren wir los, bis Edith meint, sie habe etwas gefunden: die Cave of Seals, angeblich problemlos mit jedem Fahrzeug erreichbar. Denkste! Über Passstraßen bergauf und bergab, fast eine Schildkröte überfahren, mindestens einmal falsch abgebogen, das Ende der Straße gefunden und umgedreht. Fast angekommen kommt eine Offroad-Piste, nur mit hoher Bodenfreiheit befahrbar. Also geht es zu Fuß weiter zur Höhle. Übernachtet wird weiter südlich auf einem versteckten Plätzchen im Wald, mit einem kühlen Bier bei 27 Grad. Lagerfeuer brauchen wir heute nicht.
Ein Strand ohne Namen
Die nächsten Tage verbringen wir ganz ruhig an einem wunderschönen, weit abgelegenen Strand ohne bekannten Namen irgendwo in Zentralgriechenland. Ein magischer Ort, weit weg von allem Touristischen. Die kleine Strandbar hält noch Winterschlaf. Außer einem Ziegenhirten bei seinem Morgenspaziergang und ein paar Damen, die hier ihren Feierabend bis zum Sonnenuntergang verbringen, sehen wir niemanden.
Das neue „Anti-Camper-Gesetz“: Ein neues griechisches Gesetz gegen das Freistehen sorgt im Netz gerade für viel Unmut. Noch ist niemandem ganz klar, wie streng es umgesetzt wird. Bei Park4Night häufen sich Kommentare über Strafen, ob echt oder nicht, wissen wir nicht. Weil wir ohnehin dringend Wäsche waschen müssen, die Gastfreundschaft nicht überstrapazieren wollen und keine Lust auf Behörden haben, suchen wir uns danach erst einmal einen kleinen Campingplatz und freuen uns auf eine lange, heiße Dusche.











