Griechenland · Teil 6 von 7

Mai 2025 · Griechenland

Lefkada: Mit dem Buggy zu den schönsten Stränden

Drohnenblick auf den Egremni Beach

Entwurf – der Text wird noch aus den Videos und Instagram ergänzt

Der Van macht Pause, ein Allradbuggy übernimmt: milchig-türkise Buchten unter Klippen, eine verlassene NATO-Radarstation, ein Wasserfall in der Schlucht und das Basecamp in Vassiliki.

Auf Lefkada gönnen wir unserem Van eine kleine Pause und uns ein geländetaugliches Spaßmobil: einen Allradbuggy. So können wir die Insel auf neuen Wegen erkunden und wissen fürs nächste Mal, wohin wir uns auch mit 2WD wagen können, außerhalb der Saison und trotz des neuen Gesetzeswahnsinns.

Gialos Beach

Unser erstes Ziel ist der Gialos Beach an der Westküste, bekannt für seine weitläufige, unberührte Natur, das milchig türkis leuchtende Wasser und die hoch aufragenden Klippen. Trotz seiner Größe wirkt er abgeschieden und ist bei Freistehern in der Nebensaison beliebt. Erreichbar ist er über eine sehr kurvenreiche, steile und teils schmale, aber asphaltierte Straße, auch ohne Allrad.

Achtung: Heftige Unwetter verursachen hier immer wieder große Erdrutsche. Kaputte Strandbars und ein unbefahrbares Stück Küstenstraße zeugen davon. Bei der Anfahrt können Felsen, Kies oder Sand auf der Straße liegen.

Die NATO-Radarstation am Profitis Ilias

Auf dem Weg zum Berg Profitis Ilias kommt man an einer ehemaligen NATO-Radarstation vorbei. Sie wurde 1965 im Kalten Krieg errichtet und war bis Anfang der 1990er Jahre in Betrieb. Zeitweise waren hier 30 amerikanische Soldaten stationiert. Nach der Aufgabe räumten die Einheimischen alles aus, was nicht niet- und nagelfest war. Heute sind nur noch die vier gigantischen Radarmodule weithin sichtbar, und die leeren Baracken dienen als Ziegenstall. Übrigens wäre der Platz dort oben ideal zum Freistehen.

Egremni Beach

Neuer Tag, neuer Strand: Der Egremni Beach liegt unter 150 Meter hohen Klippen und ist einer der berühmtesten Strände der Insel. Aus der Ferne sieht er aus wie weißer Sand, aus der Nähe sind es winzige cremefarbene Kiesel.

Nach dem starken Erdbeben im November 2015 wurde der Strand größtenteils unter einem Erdrutsch begraben. Die Straße und die 347 Stufen zum Strand wurden zerstört. In den folgenden Jahren holte sich das Meer die Uferlinie zurück, doch das Ausmaß ist an den abgebrochenen Felswänden bis heute zu sehen. Bis 2021 war der Strand nur übers Meer erreichbar.

Tipp: Heute läuft man den letzten Kilometer der Straße zu Fuß und steigt dann über 400 neue Stufen steil hinab. Der Aufstieg ist nichts für schwache Oberschenkel, etwas Schwindelfreiheit braucht man auch. In der Nebensaison hat man den Strand fast für sich allein.

Agiofili Beach

Ein verstecktes Juwel an der Südküste: Die kleine Bucht Agiofili hat kristallklares, türkises Wasser, weiße Kiesel und steile Kalksteinklippen. Sie ist ideal zum Schnorcheln. Sie liegt nur 3 km von Vassiliki entfernt, erreichbar über eine neu asphaltierte Straße und 10 Minuten Abstieg zu Fuß oder per Taxiboot.

Fototipp: Der Aussichtspunkt oberhalb des Strandes bietet den perfekten Blick auf die Bucht.

Unser Basecamp in Vassiliki

Ausgangspunkt unserer Buggy-Touren ist der Camping Vassiliki Beach: einfach, aber sauber, ruhig und mit vielen Schattenplätzen. Parzellen gibt es keine, in der Nebensaison ist die Platzwahl frei. Toiletten und Duschen sind älter, aber gepflegt. Der Strand gehört nicht zu den schönsten, ist aber perfekt für Surfer und Segler. Vassiliki ist der Hotspot für Windsportler auf der Insel.

Milos Beach, unser Favorit

Der Strand von Milos an der Nordküste ist ein kleines Meisterwerk der Natur. Er liegt zwischen zwei bewachsenen Felsvorsprüngen, und das Wasser ist erstaunlich intensiv, fast kobaltblau. In der Saison ist er einer der meistbesuchten Strände, jetzt haben wir ihn fast für uns allein.

So kommt ihr hin: Am schönsten ist der Weg ins Dorf Agios Nikitas und von dort ca. 20 Minuten zu Fuß über einen schmalen Pfad bergauf und bergab, mit immer neuen Ausblicken. Alternativ geht es ab Agios Nikitas mit dem Taxiboot.

Der Nydri-Wasserfall

Die Insel hat nicht nur Traumstrände. Nur 3 km von Nydri versteckt sich in der Dimossari-Schlucht ein rund 15 Meter hoher Wasserfall, umgeben von Platanen und steilen Felswänden. Vom Parkplatz führt ein etwa 400 Meter langer Pfad hin, festes Schuhwerk ist sinnvoll. Das Naturbecken ist selbst im Sommer erfrischend kühl. Am beeindruckendsten ist der Wasserfall im Frühling und Frühsommer. Am Startpunkt gibt es die Taverne „Platanos“ für eine Erfrischung.

Zum Abschied: Kathisma Beach

Unser letzter Stopp auf Lefkada ist der Kathisma Beach, wohl der bekannteste Strand der Insel. Hippe Strandbars reihen sich aneinander, mit Service bis zum Liegestuhl und eigenem Pool, den Gäste in der Nebensaison kostenlos nutzen dürfen. Coole Musik bis zum Sonnenuntergang, dazu türkises, flach abfallendes Meer. Die Anfahrt ist unproblematisch, und der Parkplatz ist kostenlos, auch in der Hochsaison. Sobald die Bars außerhalb der Saison schließen, ist er optimal zum Freistehen.

Fotos von unterwegs

  • Die NATO-Radarstation mit dem Buggy
  • Die riesigen Radarmodule auf dem Profitis Ilias
  • Buggy und Van im Basecamp in Vassiliki
  • Selfie im Buggy
  • Die neuen Treppen hinunter zum Egremni Beach
  • Die versteckte Bucht von Agiofili
  • Der Strand von Milos von oben
  • Edith auf dem Wanderweg nach Milos
  • Der Nydri-Wasserfall in der Schlucht
  • Hängematte am Van
  • Windsurfer vor Vassiliki
  • Sonnenschirm am Kathisma Beach